Uwe Poessel | Nachhaltige Vermoegensberatung

Kategorie: Geld anlegen und investieren


Verzinsungen für private Rentenversicherungen bleibt attraktiv

wie in der neuen Ausgabe des Versicherungsjournals berichtet wird, wirtschaften die deutschen Lebensversicherer durchaus unterschiedlich. Die Spanne reicht von mangelhaft (z.B. Zurich, Sparkassenversicherung Sachsen, HDI Gerling …) bis überdurchschnittlich (Volkswohlbund, Continentale, Stuttgarter, Debeka …). Einige Versicherer verabschieden sich gar vom Geschäftsmodell (z.B. Zurich) und bieten nur noch Fondspolicen an, in denen allein der Kunde das Risiko trägt. Auch mit Altlasten (es gab ja mal 4 % Garantiezins, als es auch auf´s Tagesgeld noch 8 % gab…) können die verschiedenen Versicherer nicht alle gleich gut umgehen. Am Besten gerüstet sind offensichtlich Branchenprimus Allianz und viele Versicherungsvereine (VVaG), denen Ihre Kunden wichtiger sind als gute Aktienkurse…

Ein Blick in die Zahlenwerke der Versicherungen zeigt, dass inzwischen die Garantierenditen unterhalb der Inflation liegt. Aber die Wahrheit ist ja, das der Kunde am Ende bis mehr als das Doppelte dieser Garantiewerte ausgezahlt bekommt und – das zeigt die aktuelle Studie auch – bei den meisten Versicherungen die tatsächliche Auszahlung ÜBER den Prognosen liegt!

Insgesamt zeigt sich, dass bei guten Anbietern die Rendite dieser sicheren Anlageform teilweise weit über alternativen Anlagen (Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld..) liegt und – das ist m.E. das Wichtigste – eine lebenslange  Rentenzahlung nur in dieser Vorsorgeform garantiert wird!

Verzinsungen für private Rentenversicherungen gegen laufenden Beitrag in der Aufschubphase

  Neugeschäft 2012 Neugeschäft 2011
Arithmetische Mittelwerte für einen bestimmten Mustervertrag mit 25 Jahren Laufzeit; Quelle: Assekurata 2012
Garantierte Verzinsung 1,75% 2,25%
Garantierte Beitragsrendite 0,92% 1,39%
Prognostiziert bzw. illustrierte Beitragsrendite 3,66% 3,81%
Laufende Verzinsung 3,91% 4,07%
Gesamtverzinsung bei Bewertungsreserven gleich Null 4,57% 4,72%
Gesamtverzinsung mit allen Überschusskomponenten und Bewertungsreserven 4,75% 5,03%

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Definieren Sie Ihre Nachhaltigkeitskriterien neu!

Geld anlegen und investieren - 11.07.2011 - Autor UP - 0 Kommentare

Mit der Nachhaltigkeit ist es wie mit der Gerechtigkeit: Jeder will sie, doch keiner kann sie allgemeingültig definieren. Die Berücksichtigung von gesellschaftlichen Aspekten erfolgt in den verschiedenen Produkten auf vielfältigste Weise, doch es wäre ein Zufall, wenn sich Ihre persönlichen Wertvorstellungen wirklich exakt in einem oder mehreren Produkten widerspiegeln. Noch seltener wird es der Fall sein, dass sich genau diese Produkte in Ihre wirtschaftliche Anlagestrategie integrieren lassen, ohne die Renditeerwartung zu senken oder das Risiko zu erhöhen. Da wir vom Gesetzgeber an Ihre wirtschaftlichen Vorgaben gebunden sind, können wir individuelle Vorgaben für Nachhaltigkeitskriterien nur in Ausnahmefällen gleichzeitig umsetzen. Um Ihre Wertvorstellungen dennoch zu treffen, bieten wir Ihnen in Bezug auf die gesellschaftlichen Aspekte ein sehr breites Spektrum, das von den verschiedenen Anlageinstrumenten auf unterschiedliche Weise umgesetzt wird. Das wird zukünftig auch in einem Beratungsprotokoll erfasst (mehr lesen).

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Solarfonds – Die Spreu vom Weizen trennen

Jede Geldanlage hat  ihre eigenen Risiken. Sogar Spareinlagen bei Banken und Sparkassen, die durch einen Sicherungsfonds geschützt sind, haben ein Inflationsrisiko. Das Gleiche gilt für Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland. Schon bei einer  relativ niedrigen Inflationsrate können Sparer Jahr für Jahr einen Wertverlust ihrer Einlagen erleiden. Im Falle einer Superinflation oder eines Euro-Währungsschnitts könnten diese Geldanlagen sogar einen Großteil Ihres Wertes einbüßen.

Deshalb wenden sich immer mehr  Investoren einer Geldanlage in Sachwerten zu.   Gold, Silber und andere seltene Metalle erlebten in den letzten Monaten der Eurokrise eine starke Nachfrage. Doch auch für die Wertbeständigkeit von Edelmetallen gibt es keine Garantie. Der Gold- und Silberpreis ist stark spekulativ geprägt und niemand weiß, ob die Werte weiter steigen oder wieder zurückfallen. So fiel im Mai 2011 der Silberpreis um 10 %! Auch der Kauf von Gold oder Silber als reine Wertanlage ist stellt nichts anderes als eine Spekulation dar.

Mehr Sicherheit können Beteiligungen an produktiven Anlagen bieten, die nicht an der Börse gehandelt werden. Zum Bsp. Kraftwerke, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geförderet werden. Sie bekommen über zwanzig Jahre staatlich garantierte Einspeisevergütungen. Doch auch diese Beteiligungen unterliegen spezifischen Risiken und müssen deshalb sorgfältig analysiert werden.

Solche Risiken sind das Erstellungs- und das Anschlussrisiko, das Finanzierungs- und Refinanzierungsrisiko, bei ausländischen Anlagen kommen politische und wirtschaftspolitische Risiken hinzu. Bei Windkraftfonds besteht das Risiko windschwacher Jahre etc.

Bei Photovoltaikanlagen bzw. Solarfonds stehen den Risiken allerdings besondere Sicherheiten und Chancen gegenüber:

  1. Der Inflationsschutz. Strom wird in jeder wirtschaftlichen Situation gebraucht. Die Energiepreise steigen in der Regel schneller als die Preise des Warenkorbs. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz setzt einen Mindestpreis fest. In Zeiten von hohen Preissteigerungen kann der Strom aber auch am Markt zu höheren Preisen verkauft werden.
  2. Die Sonneneinstrahlung unterliegt im Gegensatz zur Windenergie im langjährigen Mittel nur geringen Schwankungen.
  3. Photovoltaikanlagen gelten als ausgereift, sie sind störungsarm und wartungsarm. Es gibt wenig mechanische Teile, die verschleißen könnten.

Fragen die jeder Investor von Solarfonds klären sollte:

  1. Sind die Anlagen bereits angeschlossen oder wie wird sichergestellt, dass die Anlagen zu den beschriebenen Anlagekriterien eingekauft werden und ans Netz gehen?
  2. Gibt es eine verbindliche Finanzierungszusage und wie ist  Refinanzierungsrisiko am Ende der Darlehnslaufzeit überschaubar?
  3. Sind die Einspeiseerlöse durch das EEG oder im Ausland durch vergleichbare Gesetze gesichert?
  4. Wie hoch ist die Investitionsquote im Verhältnis zu den Weichkosten?
  5. Wie stabil ist die politische und finanzpolitische Situation des Investitionslandes?
  6. Entspricht die Fondslaufzeit meinem persönlichen Liquiditätsbedarf. Solarfonds laufen bis zu fünfundzwanzig Jahre. Es gibt aber auch sogenannte Kurzläufer, die nach acht oder zehn Jahren die Einlage zurückzahlen.
  7. Wie müssen die Ausschüttungen versteuert werden?
  8. Auch Fragen nach technischen Qualitätsstandards und internen Versicherungen sollten geklärt sein. Bei allen bankenfinanzierten Fonds kann der Anleger jedoch davon ausgehen, dass die finanzierende Bank bereits strenge Auflagen dazu gemacht hat.

Achtung: Manche Fonds werben damit, dass sie reine Eigenkapitalfonds sind. In aller Regel kann der Kapitalanleger davon ausgehen, dass es sich in diesem Fall um eine Risikofinanzierung handelt, die von den Banken abgelehnt würde. Eine Ausnahme bilden sogenannte Zweitmarktfonds, die bereits bestehende Anlagen aufkaufen oder Dachfonds. Bei diesen findet sich die Fremdfinanzierung allerdings auf der Ebene der Zielfonds.

 Fazit: Solarfonds können ein besonders gutes Chancen-Risiko-Verhältnis bieten.  Doch die Qualität eines  jeden Fonds sollte gründlich geprüft werden. Eine erste Orientierung können Fondsbeschreibungen im Internet bieten. Detaillierte Fragen beantworten die Anlageberater die sich im Netzwerk Ökofinanz 21 zusammengeschlossen haben.

Samuel Begasse

www.samuelbegasse.de

www.unternehmensbeteiligungen.de

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