Rebalancing bringt mehr Rendite und weniger Volatiltät ins Depot

ein mal im Jahr rebalancen reicht

Wer ein Wertpapierdepot hat, akzeptiert zeitweise Schwankungen des Depotwertes und die fehlende Garantie. Dafür erwartet man mehr Rendite. Natürlich hätten wir auch gern noch ein wenig mehr Rendite und vor allem weniger Schwankungen.

Dafür braucht es  eine Strategie und diszipliniertes Verhalten.

Eine Strategie ist z.B. das Rebalancing* auf die einmal gewählte Depotstruktur.

Man findet im Netzt diverse Untersuchungen zum Einfluss von Rebalancing auf Rendite und Volatilität. Ziemlich übereinstimmend wird festgestellt, dass Rebalancing (im Vergleich zur Buy & Hold-Strategie) die gewünschten Resultate (mehr Rendite und weniger Volatilität) wirklich bringt.

Erstaunlich war für mich beim Lesen dieser Untersuchungen, wie selten Rebalancings durchgeführt werden mussten – nämlich zwischen zwei und vier Mal über fünf Jahre hinweg. Das führte zu Überrenditen von bis zu 2 % pro Jahr gegenüber dem reinen Buy & Hold. Gleichzeitig schwankten die Depots auch noch weniger stark.

Einziges Problem der Tests war, dass die Strategien nachträglich für einen ganz bestimmten Zeitraum optimiert wurden.

Man kann allerdings erkennen, dass man keinesfalls zu oft rebalancieren sollte. Auch ist es – anstatt feste Termine für das Rebalancing zu bestimmen – offensichtlich sinnvoller, eine  Bandbreite der Gewichtung der Anlageklassen zu akzeptieren und nur beim Überschreiten von Schwellen (z.B. Schwankungen von +/- 5 Prozentpunkten) zu handeln.

.rebalancing

* Rebalancing – funktioniert wie folgt: Zuerst legt man fest, wie die verschiedenen Anlageklassen im Depot gewichtet werden sollen. Zum Beispiel: 40 Prozent Aktien, 40 Prozent Anleihen, 20 Prozent Immobilien und Rohstoffe. Dann beobachtet man die Entwicklung des Depots. Durch die Bewegung der Märkte verschieben sich mit der Zeit die Gewichte der Anlageklassen zueinander. Dem begegnet man, indem man regelmäßig durch Käufe und Verkäufe dafür sorgt, dass die ursprünglich gewählte Gewichtung der Anlageklassen wieder hergestellt wird. Also: Hat sich der Aktienmarkt gut entwickelt, dann verkauft man Aktien-Fonds. Gab es einen Börsencrash, kauft man Aktien-Fonds nach.

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