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Basisrente: steuerlicher Förderrahmen endlich erhöht

ab 2015 passt sich die Höchstgrenze dynamisch an

Kurzmeldung:

im Jahr 2015 werden 22.172 Eur (für Ehegatten 44.344 Eur) steuerlich abzugsfähig sein.

Der Betrag wird jährlich erhöht, gemäß der Erhöhung des Höchstbeitrags für die knappschaftliche Rentenversicherung.

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Ungefördert „Riestern“ kann sich lohnen

Von einer Überzahlung  oder auch überriestern spricht man, wenn ein Sparer mehr als die maximal geförderten 2.100 Euro p.a. in seinen Riester Vertrag einbezahlt. Der Beitrag oberhalb der Fördergrenze gilt dann als ungefördert. Zudem kann grundsätzlich jeder eine Riester-Rente abschließen, auch wenn man beispielsweise nicht förderberechtigt ist und keine Zulagen beantragen kann.

Warum sollte man das tun? Ganz einfach, ungeförderte Riester Verträge werden steuerlich analog zur Lebensversicherung behandelt, wenn diese wenigstens 12 Jahre lange gehalten und nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres ausbezahlt werden. Das heißt, Sie müssen lediglich die Hälfte der Differenz zwischen eingezahlten Beiträgen und Ablaufleistung versteuern.

Damit wird der ungeförderte Riester Vertrag oder die Überzahlung einer geförderten Riester-Rente steuerlich durchaus attraktiv. Man könnte beispielsweise auch soweit gehen, dass überriestern bzw. ungefördert riestern einer der wenigen legitimen Schlupfwege aus der Abgeltungssteuer ist.

Vorteile beim ungefördert Riestern auf einen Blick

Insbesondere für Freiberufler und Selbstständige, die keinen Anspruch auf die Riester Förderung haben, ist ein ungeförderter Riester Sparplan sehr interessant.

  • auch Freiberufler und Selbstständige können ungefördert riestern
  • keine Abgeltungssteuer, stattdessen nur 50 % der Erträge zu versteuern
  • verfügbar als Riester Banksparplan und Riester Fondssparplan
  • keine nachgelagerte Besteuerung wie bei geförderten Riester Verträgen
  • 100 % Kapitalwahlrecht
  • vollständige Kapitalgarantie

 

Steuerliche Behandlung und Voraussetzungen

Um die attraktive, zur Kapitallebensversicherung analoge, steuerliche Behandlung nutzen zu können, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Der Vertrag muss mind. 12 Jahre lang bestehen
  • Der Vertrag darf nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahrs ausgezahlt werden
  • Beitrag über Förderhöchstgrenze oder keine Förderung beantragt

Je nach Vertrag kann man sich in der Auszahlungsphase für die Verrentung oder das 100% Kapitalwahlrecht entscheiden. In letzterem Fall müssen 50 % der Differenz zwischen eingezahlten Beiträgen und Ablaufleistung versteuert werden. Lässt man sich das Guthaben allerdings verrenten, gilt die ertragsanteilige Versteuerung (wie bei private Rentenversicherung).

Um Missverständnisse auszuschließen: Natürlich gilt die steuerlich attraktive Behandlung bei Überzahlung nur für den Betrag, der die Fördergrenze überschreitet. Durch Überzahlung ändert sich in Bezug auf das geförderte Riester Guthaben (Vertragsguthaben für das Förderungen in Anspruch genommen wurden) nichts.

Vorzeitige Entnahme bei Überzahlung oder ungefördertem Vertragsguthaben

Im Gegensatz zum geförderten Riester Guthaben kann beim Überriestern oder ungefördert Riestern grundsätzlich jederzeit Kapital entnommen werden. Das geförderte Vertragsguthaben ist dann (bei Überzahlung) nicht betroffen.

Natürlich unterliegen vorzeitige Entnahmen ungeförderten Verrtragsguthabens (siehe Voraussetzungen für steuerliche Behandlung) der Abgeltungssteuer. 

 Riester ohne Förderung? Aber welche Produkte?

Grundsätzlich ist eine Überzahlung / ungefördert riestern bei allen Produkten, ausser Wohnriester (Bausparen und Darlehen) interessant. Jedoch erlaubt nicht jeder Anbieter eine Überzahlung. Diesem Problem kann man jedoch durch einen weiteren und ungeförderten Riester Vertrag umgehen.

Die Überzahlung einer Riester Rentenversicherung macht in diesem Jahr für Frauen besonderen Sinn, da diese bei einer normalen privaten Rentenversicherung durch ihre höhere Lebenserwartung benachteiligt sind

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2,25 %, Rentenbeginn ab 60, niedrigere Beiträge und höhere Renten!

Sie haben es gelesen: Für Rentenversicherungen gibt es ab dem 1.1.2012 einige Änderungen. Wenn Sie die besseren Bedingungen nutzen wollen, zögern Sie nicht.

Ein Vertragsschluss noch im Jahr 2011* hat überzeugende Vorteile:     

  •  Mehr Garantie:           Der Rechnungszins sinkt im Jahr 2012 von 2,25 % auf 1,75 %
  • Mehr Flexibilität:       Das Mindestalter für den Rentenbeginn steigt im Jahr  2012 von 60 auf 62 Jahre
  • Höhere Rente:             Die Rentenhöhe von Männern werden durch die Einführung von Unisex-Tarifen sinken
  • weniger Beiträge:      Die Beiträge für Kranken-, Unfall-, BU-Versicherungen werden durch die Einführung von Unisex-Tarifen steigen
  • Mehr Förderung:       Noch im Jahr 2011 mit einem Basis- oder Riestervertrag Steuern sparen oder Zulagen beantragen.

Bis 17.12.2011 ist eine sichere Vertragsannahme noch garantiert.

*(Beginn des Vertrages kann spät. zum 1.3.2012 sein)

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