Archiv

News Januar 2018

Rock & Roll mit dem grünsten aller Fonds und anderes vernünftiges

die THEMEN
  1. grün investieren
  2. keine Bürgerversicherung
  3. kein Bitcoin
  4. schwache Lebensversicherung
  5. unsichere Börse
  6. Krankentagegeld darf nicht gekürzt werden
  7. Generation Mitte und wenig Vorsorge
  8. Beiträge BU-Versicherung senken
  9. deutsche Wissenslücken beim Geldanlegen
1. Grüne Investments: Haben Sie schon Ihr passendes Produkt gefunden?

Das Bewusstsein von Geldanlegern für Umwelt, Ethik und Soziales hat in den vergangenen Jahren weiter deutlich zugenommen. So ist der Markt für nachhaltige Fonds auf inzwischen fast 96 Mrd. € angewachsen. Für 2018 wird ein noch erfolgreicheres Jahr prognostiziert, das Volumen soll nochmals kräftig steigen. Die Auswahl an „grünen“ Investments ist mittlerweile sehr groß und nicht immer ist das in den Produkten enthalten, was die „Verpackung“ verspricht – dies erschwert Investoren oft die Wahl des richtigen Investmentprodukts.

Inzwischen gibt es aber gute Informationsquellen, die darüber Auskunft geben, wie „grün“ ein Fonds tatsächlich ist, z.B.

Und da die Gründer der ÖkoFonds-Bewegung inzwischen in dem Alter sind, sich an Ihre Jugend zu erinnern, haben Alfred Platow & Co. der ersten Rock&Roll-Eltern-Fonds geschaffen (eine Fortwentwicklung eines seit vielen Jahren erfolgreichen Öko-Mischfonds, dessen „Mutter“ den Fonds ÖkoVsion, Sie sicher kennen). Gutes Tun, vernünftig sein UND Spass haben in einer ganz neuen Form!

2. Bürgerversicherung kommt wohl doch nicht

Die sogenannte Bürgerversicherung* war der SPD eine unverrückbare Bedingung für den Eintritt in eine neuerliche Große Koalition. Nun ist in den aktuellen Verlautbarungen der Koalitionsgespräche kein Wort mehr davon zu lesen. Statt dessen, verkauft SPD-Chef Schulz die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer als DEN Erfolg im Bereich der Krankenversicherung.

Die Union sträubt sich seit jeher gegen die Idee der sogenannten Bürgerversicherung und hat sich nun wohl neuerlich durchgesetzt.

Was hätte die Einführung einer einheitlichen Krankenversicherung für alle eigentlich bedeutet?

Ein Hauptgrund für die SPD-Forderung liegt in der Ungleichbehandlung von Privat- und Kassenpatienten, die von vielen Menschen als ungerecht empfunden wird. Damit wäre es allerdings bei einer Bürgerversicherung nicht vorbei. Die Erfahrungen anderer Länder zeigen: Wer es sich leisten kann, schließt eine Zusatzversicherung ab, zum Beispiel für Chefarztbehandlung. Dem allgemeinen Gerechtigkeitsempfinden würde es allerdings entgegenkommen, dass viele (gut verdienende) Privatpatienten höhere Beiträge zahlen müssten als heute.
Auf der anderen Seite würde sich für viele, vor allem ältere Privatpatienten, denen ihre Versicherungsprämien zu hoch sind, eine Wechselmöglichkeit in die Bürgerversicherung eröffnen. Und dass die privaten Prämien steigen würden, kann als sicher gelten, da keine jungen, gesünderen Kunden mehr ins Versichertenkollektiv nachrücken könnten. Nicht steigen, sondern eher sinken würde dagegen das Versorgungsniveau, wie die Ärzteschaft warnt: Privatpatienten bringen den Praxen durchschnittlich mehr ein und finanzieren damit überproportional beispielsweise die Ausstattung. Von den Hightech-Geräten und -Verfahren profitieren am Ende aber alle Patienten.

3. Was vom Bitcoin-Boom zu halten ist

Die Medien quellen dieser Tage über vor Wenn-dann-Rechnungen à la: Hätte man 2010 schlappe 100 Dollar in die Digitalwährung Bitcoin investiert, wäre man heute Multimillionär mit einem Vermögen von über 70 Millionen Dollar. Auch viele normale Bürger stellen sich mittlerweile die Frage: Verpasse ich etwas? Wenn ein – vor Kurzem noch unvorstellbarer – Kurs von 20.000 Dollar möglich ist, warum nicht auch einer von 100.000? Oder von einer Million?
Klar ist: Ein Bitcoin-Investment ist hochriskant, denn die weitere Kursentwicklung lässt sich nicht annähernd prognostizieren. Wer dennoch einsteigt, sollte einen Totalverlust verkraften können. Damit ist das Investment für Durchschnittsanleger eher ungeeignet.
Dennoch dürfte diese Art der Kryptowährung jenseits von (Noten-)Banken in Zukunft wichtiger werden – auch wenn die Bitcoin-Blase platzen sollte. Denn das System ist prinzipiell günstiger und schneller als der klassische Geldtransfer. Über 1.300 digitale Alternativwährungen gibt es bereits. Durch die Blockchain-Technologie sind sie fälschungssicher und funktionieren anonym.

4. Die Lebensversicherung braucht Beratung

Große Hoffnungen – oder je nach Sichtweise: Befürchtungen – wurden an den digitalen Direktvertrieb von Versicherungen geknüpft. Schließlich gehören mehr und mehr Kunden zu den „Digital Natives“, sind also mit dem Internet als selbstverständlichem Alltagsinstrument aufgewachsen.
Wie jedoch eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson für den Bereich Lebensversicherung (LV) zeigt, wollen die Kunden gar nicht in Massen über Vergleichsportale und bei Online-Direktversicherern abschließen. Vielmehr erlebte dieser Vertriebsweg jüngst einen „dramatischen Einbruch“, wie Studienleiter Ulrich Wiesenewsky zusammenfasst. Der
Direktversicherer-Anteil am LV-Neugeschäft schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um ein sattes Viertel. In den letzten drei Jahren ging er damit um 40 Prozent zurück.
Die Studienautoren haben auch eine schlüssige Erklärung für die Online-Zurückhaltung der Kunden parat: „In der Lebensversicherung müssen Produkte meist ein Leben lang halten und die Angebote sind komplex und erklärungsbedürftig.“

5. Bulle oder Bär: Wie könnte das neue Jahr an den Börsen laufen?

2017 war ein außerordentlich erfreuliches Jahr für die Anleger. Die Indizes jagten von einem Rekord zum nächsten. Auch deshalb sehen Börsenexperten nicht mehr viel Luft nach oben. Vielmehr kann man die Gewinne des frisch angebrochenen Jahres schon als weitgehend eingepreist betrachten.
2018 könnten sich die Märkte daher eher seitwärts bewegen. Aufgrund der guten Konjunkturdaten kann ein größerer Kurseinbruch immerhin als unwahrscheinlich gelten – zumindest solange keine politischen Erdbeben auftreten. Kandidaten, die als Auslöser dafür infrage kommen, gibt es leider einige, ohne dass Namen genannt werden müssen.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Psychologie: Unter den Marktteilnehmern herrscht eine gewisse Nervosität, denn der Bullenmarkt hält schon ungewöhnlich lange an. Erst einmal seit dem Zweiten Weltkrieg gab es eine so lange Aufwärtsphase. Das spricht für eine Korrektur in absehbarer Zeit, ebenso wie das hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis so mancher Titel. Solange die Konjunktur in den maßgeblichen Ländern weiterhin rund läuft, ist damit jedoch eher nicht zu rechnen.

6. Krankentagegeld darf nicht wegen geringeren Einkommens gekürzt werden

Private Krankenversicherungen dürfen das an ihre Versicherten gezahlte Krankentagegeld nicht mit der Begründung reduzieren, dass das Versicherteneinkommen niedriger liegt als bei Vertragsschluss. Diese Praxis war lange Jahre üblich, auch wenn der Versicherte entsprechend höhere Prämien für sein Krankentagegeld geleistet hatte. 2016 schließlich verbot der Bundesgerichtshof derartige Klauseln.
Offenbar finden sie sich jedoch bis heute in manchen Verträgen. Sieben private Krankenversicherer wurden deshalb kürzlich vom Bund der Versicherten (BdV) abgemahnt, der allerdings keine konkreten Unternehmen benannte. Die Reaktion auf die Abmahnungen bezeichnet der BdV als „nicht akzeptabel“. Während manche Versicherer gar nicht reagierten, hätten andere zwar Unterlassungserklärungen abgegeben, diese aber zu ihren Gunsten formuliert. Daher prüfe der BdV nun weitere rechtliche Schritte. Privatversicherte, deren Krankentagegeld mit der oben genannten Begründung gekürzt werden soll, müssen dies jedenfalls grundsätzlich nicht hinnehmen.

7. „Generation Mitte“ und Altersvorsorge: ein schwieriges Verhältnis

Den 30- bis 59-Jährigen in Deutschland geht es finanziell blendend, vier von fünf bezeichnen die eigene Lebensqualität in einer Allensbach-Umfrage als gut oder sehr gut. Im letzten Jahr waren es noch drei von vier. Bei einem Drittel hat sich die Finanzlage in den letzten fünf Jahren verbessert, nur bei jedem sechsten dagegen verschlechtert. Der Anteil derjenigen, die ihren aktuellen Lebensstandard bedroht sehen, fiel gegenüber 2016 von 40 auf 34 Prozent.
Und doch: Für die Altersvorsorge ist nach wie vor kaum Geld übrig. 62 Prozent der Befragten nannten dies als Hauptgrund für fehlendes privates Engagement. Dabei erkennt mit 60 Prozent eine große Mehrheit, dass das Rentensystem unzureichend ist. Fast ebenso viele wünschen sich einen Ausbau der Förderung betrieblicher und privater Altersvorsorge. Noch ausgeprägter ist die Zustimmung zu der Idee, sämtliche Berufsgruppen in die Finanzierung der gesetzlichen Rente einzubeziehen.

8. Berufsunfähigkeitsabsicherung zu teuer? Diese Tricks können helfen

Je nach Alter und Beruf kann eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung ordentlich Geld kosten. Verzichtbar ist sie deshalb aber nicht, da die staatliche Absicherung für diesen häufigen Fall – rund jeder fünfte Erwerbstätige wird vor dem Rentenalter berufsunfähig – völlig unzureichend ist.
Es gibt jedoch einige Stellschrauben, mit denen sich die Prämie merklich reduzieren lässt. So kann man beispielsweise prüfen, ob als Endalter nicht 65 statt 67 Jahre ausreicht – was durchaus einen happigen Prämienrabatt bewirken kann. Entsprechende finanzielle Rücklagen vorausgesetzt, kann man überdies mit dem Versicherer über eine Karenzzeit verhandeln. Die Rente würde dann erst nach deren Ablauf fließen. Auch das bringt einen merklichen Abschlag. Nicht ganz so hoch, aber über die Jahre ebenfalls attraktiv ist die Umstellung von monatlicher auf jährliche Zahlweise.
Der beste und wirksamste Hebel für eine günstige Berufsunfähigkeits-Police ist allerdings: der Abschluss in jungen Jahren.

9. Wissenslücken hemmen deutsche Anleger

Dass die Deutschen in puncto allgemeiner Finanzbildung Nachholbedarf haben, ist ein alter Hut, seit Jahren von vielen Seiten beklagt. Jeder Zweite hierzulande sei ein „finanzieller Analphabet“, lautet ein Fazit einer kürzlich von GfK erstellten Studie. Wie sich die verbreiteten Wissenslücken auswirken, wurde darin ebenfalls untersucht: Nur gut die Hälfte der Bundesbürger traut sich zu, Investments in Aktien oder Fonds zu tätigen. Bei den jüngeren Menschen sind es sogar weniger als 40 Prozent. Mit dem Abschluss einer privaten Altersvorsorge würden sich insgesamt immerhin drei von vier Befragten nicht überfordert fühlen.
In diesen Zahlen dürfte eine Erklärung für die zurückhaltende Anlagekultur der Deutschen liegen. Die parken ihr Geld nach wie vor lieber auf Sparbüchern und in vergleichbar „lukrativen“ sicheren Häfen, als es renditestark zu investieren. Jahr für Jahr verzichten die hiesigen Anleger damit auf zig Milliarden Euro an möglicher Rendite – die die meisten vergleichbar wohlhabenden Nationen dankbar mitnehmen. Dabei ist bei Anlagen mit einer Verzinsung unterhalb der Inflationsrate nur eines sicher: der reale Wertverlust. An der Börse hingegen ging es bisher auf lange Sicht immer aufwärts.

Kommentieren » | Allgemein, Geld anlegen und investieren, privater Versicherungsbedarf

Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung

Gesundheit hat ihren Preis – aber muss der so hoch sein?

Die gesetzlich Krankenversicherten wissen es schon lange: Gesundheit ist teuer.

  • Hohe Beiträge (für Gutverdiener steigen die Beiträge um 3-5 % p.a.)
  • weniger versicherte und mehr  selbst zu zahlende Leistungen, Medikamente etc.
  • bei guten Einkommen auch im Alter sehr hohe Beiträge
Die Privat Krankenversicherten können sich bisher meist noch über wesentlich niedrigere Beiträge freuen.
Diese Freude wird voraussichtlich in den nächsten Jahren etwas getrübt.
im neuen Jahr 2017 steigen die Beiträge in sehr vielen Tarifen an.

Warum?

es gibt 3 wichtige Gründe
  1. steigende Leistungsausgaben
  2. steigende Lebenserwartung
  3. die nun schon länger andauernden Niedrig-Zinsen
1_Die vermehrten Leistungsausgaben sind ein alljährliches Thema und treibt die Beiträge um 2-5 % p.a. Es kommt aber auch zunehmend vor, dass in den letzten Lebensjahren, oder -Monaten extrem hohe Kosten entstehen, die dass das Kollektiv belasten und eine Beitragsanhebung erforderlich machen.
.
2_Die Lebenserwartung wurde bei älteren Tarifen noch mit einigen Jahren weniger angenommen und die Kalkulation muss nun einmalig angepasst werden.
.
3_Die niedrigen Zinsen bescheren den Krankenversicherungen weniger Erträge aus den Kapitalanlagen und Rücklagen, was durch höhere Beiträge ausgeglichen werden muss. Das ist der gleiche Effekt, wie beim Sparen, der Rente etc.

Sind alle Tarife betroffen? Was kann man tun?

.
Da es sehr viele Einflussfaktoren gibt, kann diese Frage nicht einheitlich beantwortet werden.
Es gibt aber schon ein paar Zusammenhänge, die man kennen sollte.
.
1. preiswerte Tarife ermöglichen individuellere Lösungen
Sehr teure Tarife bilden in der Regel mehr Rücklagen und so weniger von Beitragsanhebungen betroffen. Die HUK strebt beispielsweise ein Beitragsniveau wie die gesetzliche Krankenversicherung (aktuell über 700 € mtl.) an.
.
Wer wirtschaftlich denkt und einen preiswerteren Schutz wählt, sollte die teilweise enormen Einsparungen gegenüber der gesetzlichen Versicherung gut anlegen und sich ein persönliches Gesundheitskonto aufbauen. So kann man Beitragserhöhungen gut begegnen und beruhigt auch in den Ruhestand schauen. Denn auch die gesetzl. KV wird bei Gutverdienenden im Alter nicht preiswerter sein (eher im Gegenteil!)
 .
2. man kann den Tarif wechseln!
Jeder Tarif eines privaten Krankenversicherers bildet eine eigene Versichertengemeinschaft. Es kann Gründe geben, dass eine solche Gemeinschaft mit extrem hohen Kosten aus einzelnen Krankheitsfällen belastet wird. Wenn es sich dann noch um einen Tarif aus der alten Bi-Sex-Welt (vor 2009) handelt wächst die Gemeinschaft nicht mehr und die Beiträge müssen steigen.
Hier kann man sich von seinem Versicherer alternative Tarife  anbieten lassen und wechseln. Dabei können erhebliche Beitragseinsparungen erreicht werden.
.
Wenn Ihr Tarif betroffen ist, sprechen Sie mich einfach an. Ich unterstütze Sie!

persönliches Gesundheitskonto bilden

Zu guter Letzt, das bereits angesprochene persönliche Gesundheitskonto ist auch eine gute Vorsorge fürs Alter und wird steuerlich begünstigt. Siehe hier
.
Ich berate Sie beim Aufbau Ihrer persönlichen Rücklagen!
Bleiben Sie schön gesund!

Kommentieren » | privater Versicherungsbedarf

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

wenn die Beitragskosten in der privaten Krankenversicherung steigen

Von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren ist nicht immer ohne Weiteres möglich.

Insbesondere ab einem bestimmten Alter (55) wird der Wechsel von der PKV zurück in die GKV schwierig bis unmöglich. Der Wechsel hängt vom Alter, den Einkommensverhältnissen und auch vom Beruf ab.

Hintergrund der Einschränkungen ist, dass der Gesetzgeber vermeiden will , dass Versicherungsnehmer in jungen Jahren von den niedrigen Beiträgen der privaten KV profitieren und später – mit steigendem Alter – auf eine womöglich preiswertere gesetzliche KV ausweichen und so das Solidarsystem der GKV ungebührlich belasten.

Wer kann zurück?

  1. Angestellte – wenn das Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt.
    1. Tipp: Arbeitszeit reduzieren, Bruttogehalt in Beiträge zu einer Betriebsrente umwandeln, variable Gehaltsbestandteile vereinbaren …
  2. Selbstständige – nur , wenn sie ein Angestelltenverhältnis eingehen (beachte 1.)
  3. letzter Ausweg (Alter unter 55 Jahren)
    1. arbeitslos melden
    2. oder ziehen Sie in ein europäisches Ausland mit Krankenversicherungspflicht um (z.B. Niederlande) und  nehmen dort einen Job an. Nach mindestens 12 Monaten Versicherungszeit können Sie bei der Rückkehr nach Deutschland Ihren Vertrag mit der PKV beenden und innerhalb von drei Monaten in die gesetzliche KV wechseln.
  4. Personen über 55 Jahren – fast unmöglich
    1. eine Ausnahme ist bei Aufnahme in die Familienversicherung des Ehepartners, sofern das eigene Gesamteinkommen (auch Miete, Zinsen …) unter 415 Euro, beziehungsweise bei einem Minijob unter 450 Euro im Monat liegt. Selbständige müssen ihr Gewerbe abmelden.

 

Doch in der PKV bleiben?

Als Privatversicherter sollten Sie sich die Entscheidung genau überlegen, ob Sie zurück in die gesetzliche Krankenversicherung gehen wollen. Der meist bessere Versicherungsschutz in der Privaten und die Entlastungsinstrumente im Alter können die Gesamt-Kostenbilanz bei genauerer Betrachtung auch ganz anders aussehen lassen (siehe Hinweis zum Ruhestand).

Und es gibt eine Reihe von Möglichkeiten den Beitrag in der privaten KV zu senken. Am besten beginnt man damit lange vor dem Ruhestand.

Optionen

  • in eine Alters-Beitragsentlastungskomponente einzahlen (Arbeitgeber zahlt die Hälfte!)
  • Erhöhung des Selbstbehaltes
  • Tarifwechsel in der eigenen PKV
  • Wechsel zu einer anderen PKV (meist nicht empfehlenswert)
  • Wechsel in den Standard- oder BasistarifGKV-Niveau), Beitrag wird bei Bedarf auch vom Sozialversicherungsträger voll übernommen

>> Ich empfehle hier Beratung!

Achtung im Ruhestand:

Durch eine späte Rückkehr von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung bleibt man lebenslang freiwilliges Mitglied in der gesetzl. KV. das bedeutet einen (meist wesentlich) höheren Beitrag in der gesetzl. KV, weil der Kassenbeitrag auch auf private Einkünfte wie private Renten, Mieteinnahmen, Nebeneinkünfte, Stromentgelte (PV-Anlagen!) etc. zu zahlen ist.

(Pflichtversicherte, die in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens mehr als 90 Prozent gesetzlich versichert waren, werden hingegen in der Krankenversicherung für Rentner (KVdR) versichert, was wesentlich günstiger ist, da der Kassenbeitrag nur auf gesetzliche und betriebliche Renten zu zahlen ist.)

Kommentieren » | Fachinformationen, privater Versicherungsbedarf