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Nachhaltig anlegen

diese Regeln sollten Sie beachten!

auch nachhaltige Geldanlagen – nach ESG*-Kriterien – sind Investitionen und bergen Chancen aber auch Risiken.

Wenn Sie diese Regeln beachten, sollten Sie nicht nur ein gutes Gewissen sondern auch finanzielle Freude haben:

  1. wähle aus, was du verstehst
    1. ökologische (E) und soziale (S) Aspekte sind leichter zu beurteilen als gute Corporate-Governance-Struktur (G)
  2. Engagierte Fonds-Gesellschaften und Manager aussuchen
    1. will der Fonds/Manager etwas bewegen oder schwimmt er bloß in der Öko-Welle mit?
  3. wird Greenwashing und Social Washing betrieben?
    1. Finger weg, nicht nur aus ethischen Gründen. Solche Anlagen werden früher oder später Ihre Investoren verlieren.
  4. nicht nur nach Checklisten vorgehen,
    1. viele Unternehmen richten sich genau nach den Häkchen-Listen aus und betreiben eine neue Art des Greenwashing
  5. Zeit und Geduld haben
    1. nachhaltiges Investment meint auch nicht hektisch in jeder Marktänderung agieren sondern einen langen Atem haben du mehr auf Qualitätsinvestitionen setzen
  6. ESG nicht als Selbstzweck betrachten
    1. die gute Absicht darf nicht den Blick auf das Risiko verstellen!

 

 

*ESG ist die englische Abkürzung für „Environment Social Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung

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Gold kaufen – Tipps für Starter

wenn man zum ersten Mal Gold kauft

Vorweg:
hier wird nicht erklärt, ob Gold als Anlageinstrument sinnvoll ist oder ob man mit Gold einen Vermögensschutz erreicht. Das ist ein anders Gespräch, welches durchaus kontrovers zu führen ist.  Hier geht es darum, was Sie beachten sollten, nachdem Sie beschlossen haben, Gold besitzen zu wollen.

1. Das richtige Gold kaufen

Das Feingewicht von Barren sollte mindestens 999/1000 betragen (so bekommen Sie das meiste Gold fürs Geld und Sie können es sicher wieder verkaufen). Kaufen Sie von bekannten Herstellern (LBMA-zertifiziert sind, wie z.B. Umicore, Heraeus, Valcambi und Perth Mint)
Das Feingewicht von  Goldanlagemünzen  ist oft etwas geringer, aber wenn man klassische Münzen kauft (wie Krügerrand, Maple Leaf, Philharmoniker) geht man sicher.

2. Faires Gold kaufen!

Die Förderung von Gold verursacht täglich immer noch großes Leiden. Der Einsatz von Umweltgiften, mangelnde Sicherheitsstandards, das Vertreiben von Bewohnern … Die Liste der Verbrechen ist lang und aktuell!
> es gibt 2 Wege da nicht mitzumachen:
  1. kaufen Sie nur Faires Gold
    1. das bekommt man bei speziellen Anbietern wie
      1. http://www.traidgold.com/ (Aufpreis ca. 10 %)
      2. Dipl.- Geol. Thomas Siepelmeyer (http://www.faire-edelsteine.de/38.0.html, Preise auf Anfrage)
    2. aber auch bei konventionellen Händlern (meist ohne nennenswerten Aufpreis), empfehlenswert z.B.
      1. https://www.scheideanstalt.de/gold/au/fairtrade-gold/
      2. https://www.scheideanstalt.de/gold/au/konfliktfreies-gold/
  2. kaufen Sie recyceltes Gold (Edelmetallrecycling wird von anerkannten Scheideanstalten durchgeführt, z.B. https://www.scheideanstalt.de/)

3. Goldmünzen oder Goldbarren?

Das hängt davon ab, wieviel Geld Sie einsetzen wollen.
Da Münzen und kleine Barren (es gibt auch Nuggets etc.) meist teurer sind, empfehlen sich eher Barren ab 100 g (aktuell ca. 3600 €).
10 Barren á 10 g kosten ca. 10 % mehr als ein Barren á 100 g.
Kleinere Stückelungen lassen sich andererseits aber leichter stückweise verkaufen….
z.B. Kaufpreise Barren 03.02.2017 je Gramm
1g = 47 €
10 g =41 €
50 g = 38 €
100 g = 37,5 €
Preis am Goldmarkt = 37,065 €

4. Wo kaufen?

Gold kaufen sollte man bei Fachhändlern, nicht bei Geschäftsbanken. Bei speziellen Goldhändlern erhalten Sie eine größere Auswahl und günstigere Preise. Man kann problemlos online bestellen. Wenn Sie absolut anonym bleiben wollen, dann tauschen Sie Bargeld gegen Gold bei einem stationären Edelmetallhändler vor Ort (Ladengeschäft). Bis zu einem Betrag von 14.999,99 Euro kann man ohne Angabe von persönlichen Daten Gold kaufen.

5. Nicht spekulieren und nicht Zuviel kaufen!

Der Goldpreis ist spekulativ und am Goldmarkt kommt es kurzfristig immer wieder zu starken Kursschwankungen. „Lege nicht alle Eier in einen Korb“ lautet eine alte Weisheit. Üblicherweise werden 5 % des Vermögens als Goldanlage empfohlen. Empfehlungen, die bis 20 % gehen, finde ich sehr risikovoll.

6. Auch Silber kaufen?

Silber wird auch als das „Gold des kleinen Mannes“ bezeichnet. Es ist viel preiswerter zu erwerben, allerdings ist der Preis eher noch spekulativer als der Goldpreis. Mit Silbermünzen kann man – wegen dem geringeren Preis – gut kleine Stückelungen erreichen.

7. Regelmäßig kaufen

Das ist – wie bei allen stark schwankenden Investitionsobjekten – ein wichtiger Tipp: verteilen Sie das Rikos zu hoher Einkaufspreise auf viele Zeitpunkte (am besten monatlich). Leider kollidiert das meist mit dem Hinweis unter Punkt 3.
Damit Sie das Gold wegen dem Aufpreis kleiner Stückelungen nicht zu teuer einkaufen,  kaufen Sie einfach viertel, halb- oder jährlich.

8. Vermeiden Sie Sammlermünzen, Sonderprägungen und Geschenk-Angebot

Hier werden aufgrund der limitierten Auflage, Prägequalität, diverser Sondermotive, etc zum Teil massive Aufpreise verlangt, die mit dem Materialwert nichts mehr zu tun haben. Wollen Sie solche Münzen verkaufen, dann wird diese Eigenschaften im Zweifel niemand honorieren.

9. Preise vergleichen

Nutzen Sie das Internet, um gezielt die Preise verschiedener Händler zu vergleichen. Die Angebote unterscheiden sich teilweise stark. Bei Fachhändler werden die Preise in der Regel in Echtzeit an den aktuellen Goldkurs angepasst. In jedem Fall immer prüfen: Gesamtgewicht der Münze/des Barren und deren/dessen Goldanteil (z.B. 999 oder 931…).
Prüfen Sie: Wie viel Feingold erhalte ich (Feingoldgehalt) zu dem Kaufpreis und was ist es zum aktuellen Goldkurs wert? Tipp: Der Kaufpreis sollte max. 10 Prozent über dem aktuellen Goldkurs liegen! Eine Krügerrand-Münze (1 Unze) kann man in der Regel zu einem Preis kaufen, der nur etwa 4 Prozent über dem aktuellen Goldkurs an der Börse liegt.

10. Gold sicher lagern

Überlegen Sie sich vorher, wo Sie das Gold lagern wollen! Gold besitzen ist nicht umsonst, es kostet Sie etwas.
Mögliche Lagerorte sind:
  • in einem Kommerziellen Lager (üblicherweise ein Zollfrei-Lager in der Schweiz) > das kostet Lagergebühren
  • in einem Schließfach bei Ihrer Bank > das kostet auch Gebühren
  • zu Hause
    • vermeiden Sie angeblich sichere Verstecke, professionelle Diebe kennen sie alle,
    • kaufen Sie sich einen zertifizierten Tresor, lassen ihn fachgerecht einbauen und passen Sie Ihre Hausratversicherung an

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Wohin mit dem Geld ?

die Kunst alle Anlegerbedürfnisse unter einen Hut zu bringen

Geld zum Anlegen ist vorhanden, doch worin investieren? In einer scheinbar unsicheren Welt steigt das Bedürfnis nach Sicherheit – nicht nur nach Pfefferspray, sondern auch nach möglichst sicheren Kapitalanlagen. Außerdem möchten viele Menschen flexibel bleiben und sich nur einen überschaubaren Zeitraum festlegen. Und dann soll es auch noch eine gute Verzinsung geben. Verständlich, aber auch für Vermögensberater eine Herausforderung!

Was bietet sich denn an?

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ sagt ein altes Sprichwort. Das klassische Sparbuch, jedoch auch Tagesgeldkonten und Festgeld stellen heute bestenfalls den Ersatz für den häuslichen Tresor dar – nennenswerte Zinsen kann man nicht erwarten.

WISSEN.DE ARTIKEL 29.07.2016 Lebensversicherungen:

Vom Anlageliebling zum Problemkind der Branche Die Lebensversicherung war einmal das beliebteste Altersvorsorgeprodukt der Deutschen. Doch die niedrigen Zinsen und das Hin und Her um den Garantiezins haben Verbraucher verunsichert und die Kundenbewertung verändert. Nur noch wenige Kapitallebensversicherungen werden neu abgeschlossen. Passen klassische Lebensversicherungen als Instrument für den Vermögensaufbau nicht mehr in die Zeit? Mehr dazu: http://www.wissen.de/lebensversicherungen-vom-anlageliebling-zum-problemkind-der-branche

Handelsblatt 25.07.2016 BAUSPARVERTRÄGE (Auszug)

Neue Kündigungswelle rollt an
Drei Prozent Zinsen aufs Guthaben – bei alten Bausparverträgen gibt es das noch. Doch für Zehntausende Kunden soll damit im laufenden Jahr Schluss sein. Die Branche will solche Verträge kündigen. Die Bausparkassen setzen im Streit um relativ hoch verzinste Verträge ihren harten Kurs fort. Wie bereits im vergangenen Jahr werde man auch 2016 Altverträge kündigen, die seit Langem zuteilungsreif sind und nur als Guthaben genutzt werden, teilten zahlreiche Bausparkassen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Im Hinblick auf Zinsen zurzeit keine gute Alternative als Kapitalanlage. Zudem wird hier zurzeit Kapital frei, das nach neuen Anlagemöglichkeiten sucht.

Staats- oder Unternehmensanleihen als Alternative für den mittelfristigen/längerfristigen Anlagehorizont?

Staatsanleihen erfüllen die heutigen Anlegerbedürfnisse unserer Meinung nach nicht wirklich. Staaten mit guter Bonität bieten keine attraktiven Zinsen und Staaten (Südeuropa/Südamerika) mit gutem Zinsangebot bringen aufgrund schlechter Bonität große Risiken mit sich. Bonitätsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Inflationsrisiko, Währungsrisiko… Bei Unternehmensanleihen ist insbesondere das Rating des Emittenten zu beachten, denn die Bonität der einzelnen Unternehmen beeinflusst den zu zahlenden Zinssatz für die Anleihe. Auch hier gilt: Unternehmensanleihen mit erstklassigem Rating weisen dabei eine niedrigere Rendite auf als die mit einem schlechten Rating.

Wesentlich besser zur flexiblen aber mittel- bis langfristigen Geldanlage geeignet sind die sogenannten offenen Investmentfonds, bei denen in eine Vielzahl einzelner Wertpapiere und völlig transparent investiert wird. Hier kann sich jeder seine individuelle Mischung aussuchen oder zusammenstellen lassen.

Die Furcht vor der Unsicherheit der Einlagensicherung

Werden mir meine Einlagen auf Sparkonten, die 100.000 € überschreiten, eines Tages weggenommen? Eine Frage die sich Anleger stellen. Eine Alternative „sein Geld in Sicherheit zu bringen“ ist, es in einem Unternehmen arbeiten zu lassen zum Beispiel in Form einer unternehmerischen Beteiligung. Das ist jedoch keine einfache Entscheidung. Zu viele schwarze Schafe unter den Anbietern haben die meisten Anleger verschreckt. Und doch gibt es auch hier sinnvolle, verständliche und sichere Angebote. Es lohnt sich! Denn die Suche wird mit 5-6 % Zinsen belohnt.

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